Er dachte wohl, er sei schneller als die Polizei. Ein Junglenker ergreift mit seinem Auto am Sonntagnachmittag vor einer Polizeipatrouille die Flucht. Weit kommt er allerdings nicht. Schliesslich bleibt ihm nur noch die Flucht zu Fuss.
Und wie sinnlos diese Flucht ist, merkt er nur kurze Zeit später. Da klingelt die Polizei an der Türe seiner Wohnung – und er muss mit auf den Polizeiposten. Doch was ist passiert? Der Reihe nach.
Kurz nach 14 Uhr am Sonntagnachmittag ist der erst 18-jährige Serbe mit einem 21-jährigen Beifahrer in seinem Auto in Bassersdorf ZH unterwegs. Verbotenerweise. Der Junglenker ist zum Zeitpunkt seiner Fahrt lediglich im Besitz eines Lernfahrausweises. Sitzt er am Steuer, dann muss seine Begleitperson mindestens 23 Jahre alt sein und seit drei Jahren über den Führerschein verfügen, der zudem nicht mehr auf Probe ist.
Brückengeländer durchbrochen
Als der 18-Jährige im Rückspiegel ein ihm folgendes Polizeiauto entdeckt, verliert er die Nerven. Er drückt auf Gaspedal und fährt mit massiv übersetzter Geschwindigkeit in Richtung Bahnhof. Die Polizei folgt ihm mit eingeschalteten Warnsignalen. Der Jugendliche biegt darauf abrupt in den Auenring ein, durchbricht ein Brückengelände und landet im Auenbach.
Der 18-Jährige gibt da aber noch immer nicht auf, er flüchtet zu Fuss weiter. Sein Beifahrer wird am Unfallort von der Polizei verhaftet. Durch den Kollegen vor Ort ist es für die Polizei aber ein Leichtes, den Wohnort des Jugendlichen ausfindig zu machen. Die Kantonspolizei Zürich schreibt dazu in einer Medienmitteilung: «Die festgenommenen Männer wurden zur polizeilichen Befragung in eine Polizeistation geführt. Die Staatsanwaltschaft ordnete beim Lenker eine Blut- und Urinentnahme an.»
Die jungen Fahrzeuginsassen bleiben beim Unfall unverletzt. Bis der 18-jährige Lernfahrer allerdings wieder hinter dem Steuer eines Autos sitzen darf, wird einiges an Zeit verstreichen. Ihm droht ein Strafverfahren wegen grober Verkehrsregelverletzung.

Wie blöd muss man sein!
Serbia mentioned 🇷🇸🇷🇸🇷🇸