Verhüllter Angriff: Räuber versteckt sich unter Burka

In Ganzkörperverschleierung tritt die Person in das Luxus-Juweliergeschäft in New York. Kurz darauf fehlt dem Besitzer Schmuck im Wert von rund 800’000 Franken.

Vor fast 150 Jahren auf einem kleinen Bauernhof im Jura entstanden, steht die Schweizer Manufaktur Piaget heute weltweit für exklusiven Schmuck und hochwertige Armbanduhren. 

In der Werbung wird gerne erwähnt, dass sich bei Piaget «auch Männer über eine tolle Kollektion an Schmuckstücken freuen können.» Dort heisst es: «Egal, ob Mann imposante Ringe oder aber schlichte Armbänder sowie tolle Manschettenknöpfe sucht. Hier wird man fündig.»

Das wussten wohl auch die Täter, die hinter diesem spektakulären Raubüberfall stecken: Unter einer Burka versteckt, betritt eine Person an einem Sonntag Ende Februar das Luxus-Juweliergeschäft in New York’s neustem Konsumtempel Hudson Yards. Später wird die Polizei vermuten, dass sich ein Mann unter der dunklen Ganzkörperverschleierung versteckt hat, der seine Stimme gekonnt verstellt hatte.

Mit Spraydose Personal attackiert

Als der Piaget-Angestellte dem Kunden in der Burka eine besonders teure Halskette zeigen will, bemerkt er, dass dieser bereits eine überaus wertvolle Uhr aus dem Geschäft in der Hand hält.

Der Mitarbeiter spricht den Burkaträger auf die Uhr an. Da holt dieser blitzschnell eine Spraydose hervor und sprüht damit in die Augen des Angestellten. Der Burkaträger flieht aus dem Luxusladen. Seine Beute: eine Halskette und zwei Uhren. Bis heute fehlt vom Räuber jede Spur. Die Flucht gelingt dem Mann, weil die Vollverschleierung, wie sie in einigen repressiven muslimischen Ländern den Frauen vorgeschrieben wird, keinen Blick auf sein Gesicht freigibt.

Burkas und Nikabs werden vermehrt nicht nur dafür eingesetzt, um die Religionszugehörigkeit ostentativ zur Schau zu tragen, sondern auch, um kriminelle Absichten zu verbergen. Weltweit haben bereits mehrere Staaten auf diese Entwicklung reagiert.

In diesen Ländern gilt ein Vermummungsverbot 

So ist seit 2019 in Sri Lanka die Verschleierung des Gesichts verboten. Auslöser waren hier die verheerenden islamistischen Anschlägen an Ostern 2019. Der Angriff kostete 250 Menschen das Leben, unter den Opfern befanden sich auch mehrere Schweizer. 

Auch in sechs europäischen und in zahlreichen afrikanischen Ländern gilt ein generelles Verschleierungsverbot im öffentlichen Raum. In der Schweiz haben dieses Verbot die Kantone Tessin und St. Gallen umgesetzt. Für Befürworter ist klar: Das Verbot entspricht nicht nur dem Grundsatz der Trennung von Religion und Politik. Es schützt auch vor ungeahnten Gefahren. 

Beim Raubüberfall auf das Luxusgeschäft Piaget in New York wurde niemand verletzt. Doch der materielle Schaden ist gross: Der Inhaber schätzt den Verlust laut Polizeiquellen auf rund 800.000 Franken. 

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