Nach Leichenfund in Zürich: Mutmassliche Täterin in U-Haft

Die Stadtpolizei Zürich hatte Mitte September in einem Mehrfamilienhaus im Zürcher Kreis 6 eine tote Frau entdeckt. Jetzt konnte die mutmassliche Täterin verhaftet werden. Dabei handelt es sich um eine 36-jährige Schweizerin.

Die ausgerückten Polizisten fanden letzte Woche in der betreffenden Wohnung an der Frohburgstrasse eine 62-jährige Frau. Die ebenfalls aufgebotene Sanität von Schutz & Rettung Zürich konnte nur noch den Tod der Wohnungsmieterin feststellen.

Aufgrund der vorgefundenen Situation gingen Polizei und Staatsanwaltschaft schnell von einem Tötungsdelikt aus. Nun konnte die mutmassliche Täterin verhaftet werden. Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich mitteilt, wurde die Frau an ihrem Wohnort in Gewahrsam genommen. Aufgrund des dringenden Tatverdachtes ordnete das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft an.

Gemäss «20 Minuten» gehen die Untersuchungsbehörden davon aus, dass sich Täterin und Opfer gekannt haben. Bei der Tat soll zudem eine Stichwaffe im Spiel gewesen sein.

Drei Schreie gehört

Ein Hausbewohner sagt, dass er vor rund einer Woche Schreie «wie in einem Horrorfilm» gehört habe, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Eine Frau habe dreimal geschrien, als ob sie Hilfe brauche. Dann sei es wieder ruhig gewesen. Im Mehrfamilienhaus hat es acht Einzimmerwohnungen. Das Haus ist umfassend renoviert worden. Die 62-jährige Schweizerin habe gemäss Hausbesitzer erst seit einem Monat in der Wohnung gelebt. Er habe die Frau als fröhlich und aufgestellt wahrgenommen. 

In diesem Haus kam es zum Tötungsdelikt. Wer die Frau getötet hat, ist derzeit noch völlig unklar.
Bild: Stefan Hohler

Auch der 24-jährige Sohn der Verstorbenen kann sich nicht vorstellen, dass seine Mutter Probleme gehabt hätte. Die Mutter sei am Freitag vor einer Woche das letzte Mal online auf Whatsapp gewesen. Das könnte zur Wahrnehmung des Nachbarn passen, der damals laute Schreie gehört hatte.

Die Frau stammt ursprünglich aus dem Kamerun, lebt aber schon lange in der Schweiz. Sie ist geschieden und hat einen Sohn und eine Tochter.

Das Opfer lebte erst seit einem Monat in dem Mehrfamilienhaus. Nachbarn hatten den Hausabwart über den Verwesungsgeruch informiert, er alarmierte die Polizei.
Bild: Stefan Hohler

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